Nicht zum Rat der Stadt gehört diese Möhn, die wie viele an- dere ihrer Art in der Karnevals- zeit in Bäumen und auf Fen- sterbänken sitzen. Eine Möhn, die nur bei dem Versuch, Hochdeutsch zu sprechen, mit einem e am Ende "Möhne" heißt, ist in der Karnevalszeit ein närrisches Weib schlecht- hin. Das Wort stammt von der alten deutschen Verwandt- schaftsbezeichnung Muhme (Tante) im Gegensatz zum Oheim (Onkel) her. Der Erke- lenzer Brauch, Möhne aus Draht und Plastik anzufertigen und an ungewöhnlichen Orten aufzustellen, ist in den 1970er Jahren aufgekommen.

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