Das Alte Rathaus an der Ein- gangsseite. Sieben Schöffen, die wie auch die Bürgermeister in Stadt oder Land begütert sein mussten, und zehn ge- meine Ratsmitglieder stellten für die Amtsperiode von einem Jahr zwei Kandidaten für den Stadtbürgermeister und zwei Kandidaten für den Landbürger- meister zur Wahl, auserkoren wurden beide Bürgermeister aber nur von den Schöffen, die somit eigentlich die Politik in der Stadt betrieben, während der Rat lediglich repräsentative Aufgaben erfüllte. Weil die Schöffenämter Grundbesitz voraussetzten, blieben diese Ämter wie ein Erbe über Ge- nerationen hinweg in den selben Familien. Vertreter des Landesherrn in der Stadt waren die Vögte, deren Amt meist ebenso von den Vätern auf Söhne und Schwiegersöhne überging.

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